„Finanzstrafrecht – das trifft mich doch nie!“

Woran denken Sie, wenn Sie an „Finanzstrafverfahren“ denken? An dubiose Baufirmen, bekannte Persönlichkeiten mit Segelyachten oder Zweitdomizilen am Strand?

Achtung – Dieses Bild ist nicht richtig! Ein Finanzstrafverfahren kann jeden treffen, der wirtschaftlich tätig wird. Den Bäcker von nebenan, die Friseurin aus dem Nachbarort, den Gastwirt ums Eck oder aber auch Sie!

Derzeit gibt es etwa 9.500 Finanzstrafverfahren pro Jahr!

Tatsache ist, dass in den letzten Jahren die Anzahl an Kontrollen durch das Finanzamt (von Betriebsprüfungen bis zu Finanzpolizeieinsätzen) massiv angestiegen sind. Die Höhe der Strafen ist geradezu explodiert.

Auch wenn darin ein paar große Verfahren im Bereich der Mineralölsteuer enthalten sein mögen, eine Tendenz kann wohl kaum bestritten werden.

summe_strafen

anzahl-bestrafungen-oder-verwarnungen

 

 

 

 

 

 

Wie können wir Ihnen helfen?

Unser Spezialist für Finanzstrafrecht, Mag. Manfred Kotlik, unterstützt Sie tatkräftig – egal ob Sie die in Ihrem Betrieb versteckten Risiken kennen lernen möchten oder die Finanz bereits vor der Tür steht – wir lassen Sie nicht alleine!

_MG_7846

„Aus Sicht des Beraters liegt die besondere Herausforderung in der Verknüpfung vielfältiger Rechtsmaterien – vom Abgabenrecht über das Strafrecht bis zu den besonderen Bestimmungen des Finanzstrafrechts. Mein Team und ich unterstützen Sie in allen finanzstrafrechtlichen Belangen, vertreten Ihre Rechte und begleiten Sie bei den einzelnen Verfahrensschritten – wir lassen Sie nicht im Stich!“

Da die Zahl der Finanzstrafrechtsverfahren und Betriebsprüfungen stetig steigt, ist es uns wichtig, Sie zu informieren und Ihnen einen ersten Überblick zum Thema Finanzstrafrecht zu geben.

Grundsätzlich gilt immer „Vorsorgen ist besser als Nachsorgen“

Zu einem Finanzstrafverfahren kommt es kurz gesagt immer dann, wenn der Staat vermutet, dass ihm Steuern in relevanter Höhe entgangen sind.

Wie kommt die Finanz zu Ihren Informationen? Warum wird bei mir geprüft?
Die Finanzverwaltung kann die verkürzten Abgaben zum Beispiel im Rahmen einer Betriebsprüfung entdecken, oder der Steuerpflichtige meldet sich.

Nicht zu unterschätzen ist jedoch auch die Möglichkeit, dass (ehemalige) Mitarbeiter, Konkurrenten oder (ehemalige) Partner dem Finanzamt einen Tipp geben. Dies kann zu Nachforschungen der Finanzverwaltung führen und dadurch eine Betriebsprüfung  oder ein Finanzstrafverfahren auslösen.

Vergessen Sie nicht, dass auch das Finanzamt Zugang zu sozialen Netzwerken und Plattformen hat – alle Informationen, die Sie im Internet öffentlich Preis geben, werden somit verwertet!

Grob gesagt wird jede Abgabenverkürzung (entgangene oder auch verspätete Steuereinnahme durch den Staat) bestraft. Betroffene Steuern sind unter anderen:

  • Einkommensteuer (für Privatpersonen)
  • Körperschaftsteuer (für Unternehmen)
  • Umsatzsteuer
  • Grundsteuer, Grunderwerbsteuer

(Um Sozialversicherungsbeiträge und zu Unrecht erfolgten Bezug von Familienbeihilfe kümmert sich eine andere Behörde.) Von oben genannten Steuern macht die Umsatzsteuer den größten Brocken aus. Denn schon die vorsätzlich verspätete Zahlung oder die Nicht-Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung hat finanzstrafrechtliche Konsequenzen!

Für das Strafmaß ist entscheidend, ob es sich um eine vorsätzliche Tat (schlimmer noch: gefälschte Beweismittel, Scheingeschäfte) oder ein Versehen handelt; wobei beim „Versehen“ eine gewisse Sorgfaltspflicht nicht außer Acht gelassen werden kann.

Zuerst die gute Nachricht – Ja, es gibt die Möglichkeit einer strafbefreienden Selbstanzeige. Jedoch muss die Selbstanzeige, neben dem Anspruch der „Rechtzeitigkeit“ viele weitere Voraussetzungen erfüllen um auch tatsächlich strafbefreiend zu sein.

Wichtig ist, dass die Selbstanzeige „rechtzeitig“ zu erfolgen hat – bevor das Finanzamt die verkürzten Abgaben entdeckt hat oder bereits bevor das Finanzamt Nachforschungen anstellt. Die hinterzogene Steuer selbst muss jedenfalls nachgezahlt werden.

Da die Strafen jedoch bis zu 200% der hinterzogenen Abgabe betragen können, ist es jedenfalls zu empfehlen eine Selbstanzeige vorzubereiten. Melden Sie sich daher auch „rechtzeitig“ – am Besten bevor das Finanzamt sich bei Ihnen meldet – damit wir Ihnen optimal helfen können!

Grundsätzlich werden Finanzstrafverfahren vor Verwaltungsbehörden (dem Finanzamt) verhandelt. Eine Verhandlung vor Gericht erfolgt nur bei vorsätzlich hinterzogenen Abgaben von über Euro 100.000.

Bei Verhandlungen vor der Verwaltungsbehörde kann Sie unser Experte,
Mag. Manfred Kotlik, vertreten. Bei Verhandlungen vor Gericht empfiehlt es sich zusätzlich einen Rechtsanwalt ins Boot zu holen.

„Ich bin verunsichert – kann mein Verhalten zu einer Abgabenverkürzung geführt haben?“ Wenn Sie sich diese Frage stellen oder vielleicht schon ein paar Risiken kennen, die Sie nicht ruhig schlafen lassen, können wir Ihnen helfen.

Gerne können unsere Experten gemeinsam mit Ihnen Ihren Betrieb analysieren um mögliche finanzstrafrechtlich bedeutsame Umstände festzustellen.
Wir bieten gerne auch ein individuelles Coaching an, um Sie und Ihre Mitarbeiter auf einen möglichen Einsatz der Finanzpolizei vorzubereiten.

Das Finanzamt kann sich bei Ihnen im Rahmen eines Ersuchens um Ergänzung (ergänzende Fragen zu einer abgegebenen Steuererklärung) oder im Rahmen einer Betriebsprüfung melden. Für die Beantwortung eines Ergänzungsersuchens oder die Vorbereitung einer Betriebsprüfung wird Ihnen grundsätzlich Zeit gegeben.

Zeit, sich mit uns in Verbindung zu setzen und alles optimal vorzubereiten!

Gerne wickeln wir für Sie die Betriebsprüfung ab – der Prüfer kommt zu uns in die Kanzlei, wir sind sein erster Ansprechpartner. Fragen werden dann gemeinsam mit Ihnen besprochen und geklärt.

Steht die Finanzpolizei bereits vor Tür, ist es wichtig rasch zu handeln! Setzten Sie die Beamten in einen möglichst abgetrennten Bereich, um den Geschäftsverlauf nicht zu stören.

Danach greifen Sie zum Telefon und rufen uns an – wir kommen und stehen Ihnen zur Seite! Wir haben für Sie eine Erstinformation zusammengestellt um Ihnen vorab einen Überblick zu geben

Unser Team unter der Leitung des Finanzstrafrechtsexperten, Mag. Manfred Kotlik, bietet Ihnen folgende Leistungen an:

KPS_Punkt Verteidigung im verwaltungsbehördlichen Verfahren
Es wurde bereits ein verwaltungsbehördliches Verfahren eingeleitet? Unser Finanzstrafrechtsexperte, Mag. Manfred Kotlik, unterstützt Sie gerne! Vereinbaren Sie noch heute einen Termin.

KPS_Punkt Vertretung bei Spruchsenatsverhandlungen
Auch bei Spruchsenatsverhandlungen können Sie von unserem Experten vertreten werden. (Link ABC Spruchsenat)

KPS_Punkt Erstellung von Selbstanzeigen
Wir erstellen auf Basis Ihrer Informationen eine Selbstanzeige und setzen diese im Zuge einer Betriebsprüfung durch.

KPS_Punkt Unterstützung von Rechtsanwälten bei gerichtlichen Verfahren

KPS_Punkt Unterstützung und Vorbereitung von Betriebsprüfungen
Wir wickeln für Sie Betriebsprüfungen bei uns im Haus ab und bereiten alle Unterlagen dafür vor.

KPS_Punkt Unterstützung und Vertretung bei Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen

KPS_Punkt Unterstützung von Kollegen (Steuerberater, gewerbliche Bilanzbuchhalter)

KPS_Punkt Jungunternehmerberatung – Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

Aktuelles aus dem Finanzstrafrecht

Aktuelles aus Finanzstrafrecht

  • Kapitalzufluss-Meldungen bei der Finanzverwaltung eingelangt – Selbstanzeige ist noch möglich

    Im Zuge der Steuerreform 2015/2016 wurde das Kapitalabfluss-Meldegesetz in letzter Minute erweitert. Die Banken wurden verpflichtet auch Kapitalzuflüsse von mindestens € 50.000.- aus der Schweiz und aus Liechtenstein welche auf österreichische Konten natürlicher Personen oder liechtensteinischer Stiftungen und stiftungsähnliche Anstalten überwiesen wurden rückwirkend zu melden. Ziel der Änderung des Kapitalabfluss-Meldegesetzes Das Ziel der Gesetzesänderung ist es, die sogenannten „Abschleicher“ ausfindig [...]

    Weiterlesen
  • Das EU-Amtshilfegesetz (AHG): Automatischer Informationsaustausch über bestimmte Einkünfte innerhalb der EU

    Seit dem 1. Jänner 2015 kommt es innerhalb der EU bei bestimmten Einkünften zu einem automatischen Informationsaustausch. Der Automatische Informationsaustausch (AIA) umfasst nicht nur Kapitaleinkünfte wie Zinsen und Dividenden. Erstmalig werden Einkünfte für das Jahr 2014 ausgetauscht. Konkret bedeutet das: Die österreichische Finanzverwaltung meldet bestimmte Einkünfte jährlich über in anderen EU-Mitgliedsstaaten ansässige Personen an die jeweiligen Abgabenbehörden der Mitgliedsstaaten. Umgekehrt [...]

    Weiterlesen
  • Registrierkasse – Was nach der erfolgreichen Registrierung noch zu tun ist

    Die Installation der Sicherheitseinrichtung und die Registrierung der Kassa über Finanzonline mit Stichtag 31.3.2017 waren der erste Schritt in Richtung Umsetzung der neuen Anforderungen der Finanzverwaltung an Registrierkassen. Lesen Sie hierzu auch unsere Artikel "Registrierkasse - Sanktionen bei Nichterfüllung der Pflichten ab 1.4.2017" und "Registrierkasse: Noch 3 Monate bis zum verpflichtenden Manipulationsschutz." Wir haben für Sie einen Überblick erstellt, welche [...]

    Weiterlesen
  • KPS-Vortrag bei der WKO über Steuererklärungen 2016, Neuerungen 2017, das Lohn und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz und „Keine Angst vor der Finanzpolizei“

    Manfred Kotlik und Stefan Prokopp haben am 1.3.2017 bei der Wirtschaftskammer Mödling gemeinsam zu folgenden, hochaktuellen Themen referiert: Steuererklärungen 2016 und Steuerplanung 2017 Zu Beginn hat Manfred Kotlik geldwerte Praxistipps für die Steuererklärung 2016 gegeben. Bei der Planung für 2017 hat er insbesondere die neue Investitionszuwachsprämie, den Beschäftigungsbonus und die Beschäftigung von steuerfreien Aushilfen vorgestellt. Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz Stefan Prokopp [...]

    Weiterlesen
Mehr Aktuelles

Das KPS Finanzstrafrecht Team

Mehr Team
Mirlinda PerzhakuFinanzstrafrecht